Vatikan zur Wissenschaft bekehrt?

Die aus unseren früheren Folgen bekannte Wissenschaftskoryphäe, Prof. Dr. Judas Spindelhirn, meldet sich erstmals nach Jahren wieder zu Wort. In einer gewagten Mission reiste er nach Rom, um den Vatikan zur Wissenschaft zu missionieren. Die Aufzeichnungen stellt er exklusiv dem Sonntagssoziologen (und Youtube) zur Verfügung.

Achtsamkeit als Bildungskonzept

Achtsamkeit ist ein zentraler Bestandteil fast aller Religionen. Insbesondere im Zen-Buddhismus wird viel Wert auf einen achtsameren Umgang mit sich selbst gelegt. Nicht zuletzt hat das Engagement des Dalai Lamas Achtsamkeit inzwischen aus der Religion in Bildung und Erziehung hinein getragen, z.B. als eigenes Schulfach. Mein Gast Dr. Jürgen Elsholtz forscht und publiziert (Bildung und Bewusstsein) nicht nur zu diesem Thema, sondern lebt es auch vor. Seine Lehrveranstaltungen an der Universität Bielefeld sind demnach auch von praktischen Übungen geprägt. Doch nicht immer gelingt es, Achtsamkeit in Bildungskonzepte einzubauen. In dieser Folge versuchen wir eine Begriffsbestimmung, setzen uns mit den Vorreitern der Achtsamkeitsidee Jon Kabat-Zinn und Vera Kaltwasser auseinander und werfen einen kritischen Blick auf religiöse Ideen, welche über derartige Bildungsangebote in die Schulen gelange könnten. Mit dabei im Geiste: Marcel Mauss, Michele Foucault und Peter Sloterdijk.

Agora – Religion, Herrschaft und Gewalt

Der Film Agora – Die Säulen des Himmels handelt von der antiken Mathematikerin, Astronomin, Ingenieurin und Philosophin Hypatia von Alexandria, die war. Sie lebt, forscht und leidet in einer Zeit der religiösen Umbrüche. Das Christentum ist herangegangen, die alten Kulte abzulösen. Ich nehme den Film zum Anlass, mich mit dem Philosophen Dr. Alexander Wiehart über religiöse Gewalt und Herrschaft zu unterhalten.

Filmtrailer…

Falling Down – Anomietheorie von Robert K. Merton (Teil 2)

In der letzten Folge stellten wir die kriminologische Anomietheorie von Robert K. Merton vor und zeigten, wie man sie zur Filminterpretation verwenden kann. Mertons Theorie beschreibt fünf Typen und deren unterschiedlichen Anpassungsstrategien unter sozialen Druck. Dabei gehen Dr. Diego Compagna und ich besonders auf einen Typen ein: den angepassten Ritualisten. In Falling Down – ein ganz normaler Tag aus dem Jahre 1993 spielt Michael Douglas einen genervten Ingenieur auf dem Weg nach Hause, der nach und nach die Kontrolle verliert und Amok läuft. Außerdem klären wir nochmals, wieso Soziologen keine Gehirne brauchen.

Exam – Anomietheorie von Robert K. Merton (Teil 1)

Ein abgeschotteter Raum und acht Bewerber für einen begehrten Job in einem angesehenen Unternehmen. Nur einer kann die Stelle bekommen. Vor ihnen liegt nur ein Stift und ein leeres Blatt Papier. Sie sollen eine einzige Frage beantworten, doch sie wissen nicht welche. Wer den Raum verlässt, das Personal anredet oder sein Papier beschädigt, wird disqualifiziert. Zunächst arbeiten alle zusammen und tasten sich zaghaft Schritt für Schritt vor. Doch schon bald kippt Kooperation in Gewalt.

Blade Runner – eine existenzphilosophische Deutung (Teil 2)

Freiheit, Lebenssinn, Systemzwänge, Sozialer Zwang, Hedonismus, Epikur, Pleonexie, Aristoteles, Eudaimonia, Platon, Philosophie, Glück, Existenzphilosophie, Clint Eastwood, Gran Torino, Satre, Moral, Filmgeschichte, 80er, Sozialkritik, Individuum, Kollektiv, TV Serien, The Wire, Tod, Ästhetik, Filmästhetik, Politik, Hinrichtungen, Philosophiegeschichte, Revolution, Rebellion, Heldentum, Kriminalität, Emile Durkheim, Rassismus, Peter Singer, Speziezismus, Menschenrechte, Willensfreiheit, Kunst, Pico della Mirandola, Menschenwürde, Grundgesetz, Objektformel, Immanuel Kant, Roboter, Soziale Rollen, Sokrates, Individualität, Soziologie, Stadtsoziologie, Georg Simmel, Toleranz, Postmoderne, Exklusionsindividualität, Sozialkonstruktivismus, Antike, Sterben.

Blade Runner – eine existenzphilosophische Deutung (Teil 1)

Der Philosoph und Kunstkritiker Dr. Alexander Wiehart unternimmt eine existenzphilosophische Interpretation der Abschlußszene des Science Fiction Klassikers Blade Runner von Ridley Scott aus dem Jahre 1982. Was bedeutet Freiheit im Tod? Warum kann der Hedonismus nicht der Sinn des Lebens sein? Wann ist der Mann ein Mann Mensch ein Mensch der Roboter ein Mensch?  Darüber hinaus unterhalten wir uns in diesem ersten Teil unseres Gesprächs über die Architektur der Blade Runner Gesellschaft, über Erinnerungen, Identitätskonstruktion und die Frage nach Schuldfähigkeit zwischen Determinismus und Freiheit.

Armut Dreck und Trübheit (Teil 2)

Das Schöne und das Häßliche: Armut, Dreck und Trübheit: Seinerzeit ein gefeierter Intellektueller, ist Karl Rosenkranz (1805 – 1879) heute weitestgehend unbekannt. In seinem Aufsatz “Armut, Dreck und Trübheit – Die Krise des Schönen im Anschluss an Karl Rosenkranz” (in “Krise – welche Krise?” wvb Wissenschaftlicher Verlag Berlin 2011) bringt der Philosoph, Kulturhistoriker und Kunstkritiker Dr. Alexander Wiehart diesen alten Klassiker der Kunstgeschichte Anhand moderner Beispiele in die Gegenwart zurück. Welche Bedeutung haben Schönheit und Hässlichkeit für die Kunst? Was ist Kunst überhaupt? Wir sprechen über Kant, Friedrich Schlegel, Umberto Eco, Arthur C. Danto, über Italowestern und über Kunst, Komik und Freiheit. Besprochener Aufsatz: Armut, Dreck und Trübheit Dissertationsarbeit: A. Wiehart: Philosophos. Platons Frage und ihre Verteidigung, Marburg 2008. Magisterarbeit: Alexander Wiehart- Howaldt: Essenz, Perfektion, Existenz. Zur Rationalität und dem systematischen Ort der Leibnizschen Theologia Naturalis (= Studia Leibnitiana, Sonderheft 25), Stuttgart 1996.

Armut, Dreck und Trübheit (Teil 1)

Das Schöne und das Häßliche: Armut, Dreck und Trübheit: Seinerzeit ein gefeierter Intellektueller, ist Karl Rosenkranz (1805 – 1879) heute weitestgehend unbekannt. In seinem Aufsatz “Armut, Dreck und Trübheit – Die Krise des Schönen im Anschluss an Karl Rosenkranz” (in “Krise – welche Krise?” wvb Wissenschaftlicher Verlag Berlin 2011) bringt der Philosoph, Kulturhistoriker und Kunstkritiker Dr. Alexander Wiehart diesen alten Klassiker der Kunstgeschichte Anhand moderner Beispiele in die Gegenwart zurück. Welche Bedeutung haben Schönheit und Hässlichkeit für die Kunst? Was ist Kunst überhaupt? Wir sprechen über Kant, Friedrich Schlegel, Umberto Eco, Arthur C. Danto, über Italowestern und über Kunst, Komik und Freiheit. Besprochener Aufsatz: Armut, Dreck und Trübheit Dissertationsarbeit: A. Wiehart: Philosophos. Platons Frage und ihre Verteidigung, Marburg 2008. Magisterarbeit: Alexander Wiehart- Howaldt: Essenz, Perfektion, Existenz. Zur Rationalität und dem systematischen Ort der Leibnizschen Theologia Naturalis (= Studia Leibnitiana, Sonderheft 25), Stuttgart 1996.

Max Weber und der Geist des Kapitalismus

Wieso ist unser Lebenslauf so stark von Arbeit und Beruf geprägt? Führten die frühen Jäger- und Sammlerkulturen vielleicht ein angenehmeres Dasein als der moderne Berufsmensch? Warum werden arbeitslose Hartz 4 Empfänger und Obdachlose eines geringeren sozialen Status bedacht als mancher Kriminelle? Wieso befinden sich viele Menschen der Moderne und Postmoderne in einer Sinnkrise? Welche Rolle spielt dabei die Religion? Um diese Fragen zu beantworten, habe ich heute den Max-Weber-Experten Diego Compagna eingeladen. Denn in Webers soziologischem Klassiker finden wir eingie interessante Antworten. Der Soziologe, Jurist und Ökonom Max Weber (1864 — 1929), wurde mit seiner Schrift „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus” zum Star weit über seine Fachgrenzen hinaus. Weber gehört zu den Gründungsvätern der Soziologie und seine Theorie zur Entstehungsgeschichte des modernen Kapitalismus zu jeder ordentlichen Allgemeinbildung auch von Nicht-Soziologen. In seinem Werk stellt Weber die These auf, dass die Eigenheit des Protestantismus, seine Schäfchen zu fleißiger und lustfeindlicher Arbeit anzuspornen, dem modernen Kapitalismus erst zur Blüte getrieben und den Typus des modernen Berufsmenschen herausgebildet hat.